Wandern mit Prädikat

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Auf dem Kaiserstuhlpfad wandert man auch über den Badberg

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Drei Wassserfälle passiert auf dem "Wasserfallsteig": hier der Fahler Wasserfall

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© Monika Erdenbrink/STG

Als Wandergebiet ist der Schwarzwald nicht zu toppen: Seit mehr als 100 Jahren für Natur liebende Touristen erschlossen, durchziehen ihn mittlerweile mehr als 24.000 Kilometer Wanderwege. Da sieht man leicht „vor lauter Wald die Bäume nicht“. Welchen der vielen Wege soll man im Urlaub denn nun gehen?





Qualitätswege Wanderbares Deutschland
Für unermüdliche Kilometermacher empfehlen sich 17 Fernwanderwege kreuz und quer durch das Mittelgebirge, besonders jedoch die mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichneten: der 285 Kilometer lange „Westweg“, der 118 Kilometer lange „Schluchtensteig“ und der 84 Kilometer lange „Baiersbronner Seensteig“. Seit Frühjahr 2010 zertifiziert ist der 22 Kilometer lange „Kaiserstuhlpfad“.

Der Westweg führt in ganzer Länge über die schönsten Schwarzwaldgipfel, der Schluchtensteig im weiten Bogen durch die tiefsten Einschnitte ins Gebirge im Süden, der Seensteig im Norden zu den Karseen der letzten Eiszeit. Auf dem Kaiserstuhlpfad wandert man durch Weinberge, Laubwälder, Eichenhaine und Orchideenwiesen entlang des Hauptkammes des Kaiserstuhls. Wer oben und unten gegangen ist, der weiß um die wilde Vielfalt, urtümliche Kraft und magische Faszination dieser einzigartigen Landschaft im Dreiländereck zur Schweiz und zu Frankreich.

Intensives Erleben auf Premiumwegen
Urwüchsig Pfade durch märchenhafte Bannwälder, Wege entlang von Wildbächen und vorbei an grandiosen Felsformationen, dazwischen Ausblicke auf tiefe Schwarzwaldtäler und ferne Gipfel: Die sechs Premiumwanderwege in der Ferienregion bieten schon auf wenigen Kilometern besonders abwechslungsreiche Strecken.
Der „Feldbergsteig“ rund um den höchsten Gipfel des Mittelgebirges ist zum Beispiel nur 12 Kilometer lang, der „Ebersteinburg-Rundweg“ bei Baden-Baden zehn Kilometer. Als Tagesetappe lässt sich auch der elf Kilometer lange „Wasserfallsteig“ vom Feldbergpass bis Todtnauberg bewältigen.
Eher als Zweitagestour zu planen sind der „Panoramaweg Baden-Baden“ mit seinen 40 Kilometern genauso wie die 43 Kilometer lange „Gernsbacher Runde“. Die „Murgleiter“ ist mit ihren 66 Kilometern als dreitägige Tour angelegt.

Ausgezeichnet wandern: Die Kriterien
Beide Prädikate haben sich den Wünschen moderner Wanderer nach stetigem Wechsel zwischen verschiedenen Landschaftseindrücken am Weg, nach stillen und geschwungenen Pfaden, verschiedensten Wegearten und weiten Ausblicken verschrieben. Das Prädikat „Qualitätsweg“ vergibt der Deutsche Wanderverband, „Premiumweg“ ist ein Prädikat des Deutschen Wanderinstituts. Im Schwarzwald gibt es neben den vier „Qualitätswegen“ aktuell sechs „Premiumwege“.

Premiumwege sind meist jüngere Wege, die schon in der Planungsphase auf die Bedürfnisse moderner Wanderer abgestimmt werden konnten – und die deshalb die Forderungen nach schnell wechselnden Eindrücken am Weg leichter erfüllen können. Knapp 200 Merkmale in 34 Hauptkriterien werden dabei Kilometer für Kilometer erfasst, vermessen und mit Punkten bewertet. Mehr zu den Kriterien unter www.wanderinstitut.de.

Qualitätswege werden zum Beispiel von den Spezialisten des Deutschen Wanderinstituts unter die Lupe genommen. Für das DWV-Gütesiegel „Qualitätsweg“ wird jeder Weg in vier Kilometer lange Abschnitte unterteilt und muss in jedem Abschnitt 9 Kernkriterien erfüllen und weitere elf Punkte aus 23 Wahlkriterien gut machen. Zum Beispiel müssen mindestens 35 Prozent des Weges naturbelassen sein, höchstens drei Prozent und nicht mehr als 300 Meter am Stück dürfen auf befahrenen Straßen verlaufen. Positiv bewertet wurden dabei die natürlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten, die unterschiedliche Wegebeschaffenheit und das Leitsystem. Mehr zu den Kriterien unter www.wanderbares-deutschland.de

Etappenwandern mit ÖPNV
Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist ein wichtiger Aspekt für Wanderer: Nicht jeder will heute jedes Wetter durchstehen müssen. Notfalls weicht man gerne aus auf Bus und Bahn.

Dem trägt die Wanderkarte „Der Westweg mit Bus und Bahn“ Rechnung. Sie zeigt, wie man vom Etappenziel mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Ausgangspunkt zurückkommen kann. Besonders günstig ist das für Wanderer, welche nur tageweise wandern wollen. Auch die Etappenorte des Schluchtensteiges wurden so gelegt, dass sie alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Und dank der Murgtalbahn, die Karlsruhe am Nordwestrand des Schwarzwaldes und Freudenstadt auf der Ostseite verbindet, ist jeder Etappenort entlang der Murgleiter mit der Bahn zu erreichen.
Infos zu allen Wegen gibt es unter www.wandern-schwarzwald.info

Wandern mit Prädikat

Presseinfo zu Qualitäts- und Premiumwegen

Flyer Kriterien Qualitätsweg

Eine Information des Deutschen Wanderverbandes und von Wanderbares Deutschland

Flyer Kriterien Premiumweg

Eine Information des Deutschen Wanderinstitutes

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