Der Battert - Sport-, Natur- & Kulturerlebnis

Die Battertfelsen sind für Wanderer und Kletterer ein beliebtes Ausflugsziel. An den Felsen des Battert ist das Sportklettern ganzjährig möglich und für Anfänger und Könner gleichermaßen geeignet. Das Klettergebiet zählt zu den schönsten in Deutschland und bietet Kletterrouten in fast allen Schwierigkeitsgraden.

Lage

Mit einer Höhe von fast 570 Meter liegen die Battertfelsen nördlich von Baden-Baden und sind vom Alten Schloß Hohenbaden (Parkplatz) aus zu erreichen.

Geologie

Der nördliche Schwarzwald besteht aus gneishaltigem Grundgebirge. Darüber liegt das Deckgebirge aus Buntsandstein. Zeitlich dazwischen entstand der Battertfels, ein ursprünglich poröses Gestein, das durch aufgedrungene Dämpfe und Wässer verkieselt und damit sehr hart wurde.
Der Name Battert kommt sehr wahrscheinlich von „Baden hardt", ein Hinweis auf das harte Gestein.

Naturschutz

Das Gebiet der Battertfelsen ist reich an Flora und Fauna und wurde 1981 zum Naturschutzgebiet erklärt. Im “Urwald” sind Efeu, Stechpalmen, Baumriesen aller Art, Moose und Pilze zu sehen. In den Felsen und Feuchtgebiete sind Eidechsen, Salamander und Schlingnattern heimisch. Auch der Kolkrabe und der Wanderfalke haben sich wieder angesiedelt, in den Dämmerstunden sind die Eulen aktiv. Im Jahr 2002 wurde das Gebiet zusätzlich zum Bannwald erklärt.

Regeln im Naturschutzgebiet: Ganzjährig gesperrt ist das Geröllfeld unterhalb der Badener Wand. Vorhandene Wege benutzen, Abfälle mitnehmen, kein Feuer machen, Campieren verboten, keine Pflanzen oder Sträucher ausreißen, Felsperrungen beachten. Aktuelle Brutzeitsperrungen sind zur Zeit keine vorhanden.

Geschichte

Im 6. Jahrhundert vor Christus wurde von der keltischen Urbevölkerung ein über 1000 m langer Ringwall aus Steinen nördlich der Battertfelsen errichtet. Es war die größte vorgeschichtliche Befestigungsanlage Mittelbadens und diente zur Verteidigung gegen die Germanen aus dem Norden. Heute sind die Schanzenreste durch Pflanzen und Bäume eingewachsen und nur noch schwer auszumachen.

Ausflugsziele

Die Burg Hohenbaden (450 m) war ehemaliger Stammsitz des Markgrafen von Baden und ist heute eine gewaltige Ruine.
Die zur Zeit größte Windharfe Europas steht im Rittersaal des Alten Schlosses. Die aufgestellte Harfe hat eine Gesamthöhe von 4,10 Metern und 120 Saiten, ihre Nylonsaiten werden vom Luftzug zum Schwingen gebracht.

Die Ruine Ebersteinburg (489 m), auch Alt-Eberstein genannt, erreicht man von der Ortschaft Ebersteinburg. Möglicherweise gehen die ersten Befestigungen in die Römerzeit zurück. Die Grafen von Eberstein, eines der ältesten Dynastengeschlechter dieser Gegend, sind hier seit etwa 1100 ansässig gewesen. Hier finden Sie einen schönen Burggarten mit Cafe und Restaurant.

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