Die Geißenmeckerer von Schonach
Auch mitten im Schwarzwald meckern die Leute gern über andere - am lautstärksten hinter der Maske und zur Fasnet. Dann nehmen die Schonacher "Geißenmeckerer" kein Blatt vor den Mund und ihre Mitbürger aufs Korn. Es gilt, deren mehr oder weniger bekannte Verfehlungen möglichst humorvoll anzuprangern.
Die "Geißenmeckerer" heißen deshalb so, weil die Schonacher Maske aussieht wie das Konterfei eines alten Ziegenbocks mit furchteinflößend starken Hörnern und dem hölzernen Ziegenbart. Die Hörner, das "Häs" aus Teddystoff mit schwarz-grünem Umhang, sowie ein Gehänge aus Geißenglocken, kopieren die Gestalt einer Ziege, die stets zum Meckern aufgelegt ist und deswegen den Namen "Geißenmeckerer" erhalten hat. In der Hand tragen die rund 280 Schonacher Geißenmeckerer einen Stock mit Fuchsschwanz.
Vor 40 Jahren hat man den greulichen Gestalten auch etwas lieblichere "Geißenmägde" zur Seite gestellt - 180 Maskenträgerinnen mit blonden Zöpfen, grüner Jacke und roter Schürze.
Ein "heidnischer Jäger" mit Gewehr und Jagdhorn, der schon der Sage nach vergebens Jagd auf Geißenmeckerer machte, irrt auch heute noch im Zug umher. Zwei furchterregende Zunfthexen mit langen blond-schwarzen Haaren sorgen dafür, dass kein Zuschauer dem Umzug im Wege steht.
2010 feierte die Narrenzunft Schonach ihr 75jähriges Jubiläum.
Infos zum Jubiläum unter www.narrenzunft-schonach.de













