Wo Nixen und Wassermänner hausen

Welche Geheimnisse mögen sich unter der Oberfläche verbergen...?

Unbewegt ist der schwarz beschattete Spiegel des Wassers, auf dem die gelbe Seerose ihre breiten Blätter entfaltet. Kein Laut unterbricht die ewige Stille. So beschrieb Alois Schreiber, einer der ersten Schwarzwalddurchwanderer, vor 165 Jahren den Mummelsee. Und so abgeschieden muss der See seit seiner Entstehung vor 10.000 Jahren lange Zeit gewesen sein.

Es war in der letzten Eiszeit, als Gletschereis diese runde Gletschermulde aushobelte.

Seinen Namen verdankt der Mummelsee den weißen Seerosen, im Volksmund "Mummeln" genannt, die einst hier zahlreich wuchsen. Heute ist die ewige Stille noch abends, in der Nacht und am Morgen zu verspüren. In der übrigen Zeit wird der See von vielen Menschen besucht.

Mit dem Bau der Schwarzwaldhochstraße im Jahr 1930 entwickelte sich der berühmte See zu einem der beliebtesten Ausflugsziele des Schwarzwaldes. Neben den landschaftlichen Reizen mit der herrlichen malerischen Lage des Sees gibt es Tretboote zu mieten, man kann die Kunstwerke moderner Künstler auf einem Kunstpfad besichtigen oder eine kleine Rundwanderung zum nahen Hornisgrindegipfel unternehmen.

Wenn man großes Glück hat, begegnet man dem Mummelseekönig. Beim Dorfabend in Seebach bringt er seine zierlichen Seenixen mit.

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