Klosterluft neben Wasserfällen

Die Klosterruine Allerheiligen bei Oppenau ist zusammen mit den Wasserfällen Allerheiligen direkt daneben ein schönes Ausflugsziel. Die frühgotische Klosterruine Allerheiligen aus Buntsandstein liegt malerisch im Lierbachtal oberhalb der Wasserfälle. Neben Teilen des Langhauses und der Vorhalle sind Reste der Sakristei und des Kreuzgangs erhalten

Das Kloster soll der Sage nach 1192 gegründet worden sein. Der Platz des Klosterbaus in der Nähe von Oppenau soll durch einen Esel bestimmt worden sein, der an dieser Stelle einen Geldsack abgeworfen haben soll. Im gleichen Jahr entstand an dieser abseits gelegenen und schwer erreichbaren Stelle eine erste hölzerne Kapelle, die nach und nach zu einem Prämonstratenserkloster erweitert wurde.1196 wurde die Gründungsurkunde durch Herzogin Uta von Schauenburg ausgestellt.

Im 18. Jahrhundert war das Kloster auf dem Höhepunkt seiner Macht, doch schon im November 1802 hob Markgraf Karl Friedrich von Baden in der Säkularisation das Kloster auf und zog den gesamten Klosterbesitz ein.

Nachdem größere Brände bereits Teile des Klosters zerstört hatten, beendete der Brand von 1804 - hervorgerufen durch Blitzschlag in den Turm der Klosterkirche - die Geschichte des Klosters Allerheiligen.

Heute findet sich eine Gaststätte und ein kleines Museum auf dem Gelände des ehemaligen Klosters. Die Ruine ist auf der Kreisstraße 5370, die von Oppenau zur Schwarzwaldhochstraße (Bundesstraße 500) führt, und auf der Kreisstraße 5371, die von Ottenhöfen bis fast zum Parkplatz der Klosteranlage führt, erreichbar.

Unterhalb der Ruine befinden sich die Allerheiligen-Wasserfälle.

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