Von Wässern und Geistern aus dem Schwarzwald
Schon im 17. Jahrhundert wurde im Schwarzwald Obst gebrannt. Nur so konnten die Bauern überschüssige Früchte verwerten. Damals wurde nur bei besonderen Anlässen das Wässerli aufgetischt. Das Brennrecht ist bis heute geblieben
Dieses Brennrecht erlischt erst, wenn über einen Zeitraum von 10 Jahren nicht mehr gebrannt wurde. Wenn der Schwarzwald als Hochburg des Hochprozentigen gilt, dann ist die Stadt Oberkirch deren Zentrum mit ungefähr 900 Brennrechten. 1726 wurde ein Dekret für die Bewohner von Oberkirch erlassen, um den Bauern dadurch eine Nebenerwerbsquelle zu sichern.
Der Zibärtle
Hergestellt aus wilden Bergpflaumen, die klein, dunkelviolett und nicht sehr ergiebig sind: Der Zibärtle, wie das Destillat von der Gallerpflume oder dem Scheißpfläumle genannt wird. Man nimmt an, daß die Frucht schon seit spätkeltischer Zeit in Südbaden heimisch war. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts galt der Zibärtle als einfacher Bauernschnaps
Das weltberühmte Schwarzwälder Kirschwasser
Das milde Oberrheinklima hat in den Tälern und am Waldrand schon immer zahlreiche Obstsorten und Beeren gedeihen lassen. Das weltberühmte Kirschwasser in nur eine von vielen Sorten, die schon seit Generationen gebrannt werden. Himbeeren, Mirabellen, Äpfel und Birnen, Zwetschgen, und vieles mehr wird zu Obstbrand veredelt
Die Haupststadt der Brenner
Wenn das kein Rekord ist: 902 Hausbrennereien destillieren in Oberkirch aus den köstlichen Früchten Kirschwasser, Mirabellen- und Zwetschgenwasser, Himbeergeist, William und viele weitere hochqualitative Edelbrände. Ein einmaliges Privileg, dass die Stadt der Kirche zu verdanken hat.












