Gedenkstätte Vulkan

 


Am 25. Juli 1998 wurde die 'Gedenkstätte Vulkan' eingeweiht. Sie erinnert an 1700 Häftlinge aus 19 Ländern, die in drei nationalsozialistischen Lagern während der letzten acht Monate des Zweiten Weltkrieges geschunden, gefoltert und zur Zwangsarbeit gezwungen wurden.

Anlass für die Einrichtung der Lager waren die Bergwerkstollen der Hartsteinwerke Vulkan. In dieses Stollensystem sollten die Produktionsstätten mehrerer Rüstungsfirmen bombensicher verlagert werden. Hunderte der Häftlinge überlebten diese Zeit nicht.

Die Gedenkstätte befindet sich an dem Berg, wo die Häftlinge aller drei Lager arbeiten und leiden mussten. Neben dem zentralen Mahnmal des Haslacher Künstlers Frieder Haser befinden sich die Ruinenreste des ehemaligen Brechwerkes und einer Seilbahn. Das düstere Mundloch eines Entwässerungsstollens gibt einen Hinweis auf das sich im Berginnern befindende Stollensystem. Zwölf Dokumentationstafeln informieren mit Wort und Bild über die Geschichte der Lager. Sitzgelegenheiten für 35 Personen ermöglichen längere Aufenthalte für Diskussionen und Unterricht mit Schulklassen. Für Besuchergruppen ist bei Vorankündigung eine Führung möglich.

Zeitgleich mit der Realisierung der Gedenkstätte begann eine intensive Phase der Zeitzeugenarbeit. Inzwischen haben mehrere Treffen ehemaliger Häftlinge in Haslach stattgefunden. Aus den anfänglich zurückhaltenden Kontakten sind inzwischen herzliche Freundschaften entstanden. Viele der ehemaligen Häftlinge haben nicht vergessen, dass es damals zahlreiche Versuche von Haslacher Einwohnern gab, den Hungernden Nahrungsmittel zuzustecken.

Neben der Gedenkstätte Vulkan befinden sich in Haslach noch weitere Spuren aus der nationalsozialistischen Vergangenheit:

  • Bächlewaldweg zwischen Haslach und Hofstetten: Gedenkstein für den an dieser Stelle erhängten polnischen Zwangsarbeiter Jan Cziechanowski
  • Haslacher Friedhof: Ehrengrab für die 75 Lageropfer, die nicht identifiziert werden konnten
  • Markthalle: Erinnerungstafel an das ehemalige KZ-Lager 'Barbe'

Zugangswege zur Gedenkstätte:Die Gedenkstätte liegt in der Nähe der ehemaligen Deponie 'Vulkan' zwischen Haslach und Mühlenbach. Die Abzweigung zur Gedenkstätte erfolgt von der B 294 aus, 600 m hinter dem Ortsschild von Haslach in Richtung Mühlenbach. An dieser Abzweigung befindet sich eine Schranke für Kraftfahrzeuge. Nach ca. 2 km ansteigender Straße erreicht man den Parkplatz, danach führen 500 m Fußweg zur Gedenkstätte

Zu Fuß ist die Gedenkstätte jederzeit erreichbar. Die Wegstrecke von der Schranke an der B 294 bis zur Gedenkstätte beträgt 1,3 km. Der Fußweg vom Bahnhof Haslach bis zur Gedenkstätte beträgt 3,5 km.

Die nachfolgenden Öffnungszeiten beziehen sich auf die Schrankenöffnungszeiten:

Schrankenöffnung täglich
von Mai - September von 9 - 19 Uhrvon Oktober - April von 10 - 17 Uhr

Öffnungszeiten

Schrankenöffnung täglich 01. Mai - 30. September 9 - 19 Uhr
01. Oktober - 30. April 10 - 17 Uhr

Eintrittspreise

Eintritt frei

Anschrift/Informationen:

Tourist Information
Klosterstr. 1
77716 Haslach im Kinzigtal
Tel.: 07832.706-172
Fax : 07832.706-179
Email: info@haslach.de
Internet: www.haslach.de

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